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Seit 2001 hat sich Wader-MCP unter anderem auf die Komplettausrüstung
von Container Sicherungssystemen spezialisiert und bietet in Systemverantwortung
Design, Fertigung, Montage, Stellproben und Abnahme an. Seit 2001
sind in dieser Form ca. 30 Schiffe ausgerüstet worden.
Ladungssicherungssysteme
Container-Staugerüste für
Raum und Deck
Im vergangenen Jahr hat die Wader-MEC GmbH Hamburg von der Jos.
L. Meyer Werft GmbH gegen internationale Konkurrenz den Zuschlag
für die Lieferung von Ladungssicherungssystemen für vier
1600 TEU-Containerschiffsneubauten (Baunummern 671 bis 674) erhalten.
Diese Neubauten zeichnen sich insbesondere durch die vielseitigen
Einsatzmöglichkeiten bei der Containerbeladung aus.
Die Neubauten verfügen über fünf Laderäume mit
insgesamt acht Luken, wovon sechs Luken dreigeteilt sind und die
mittleren Luken als offen konzipiert worden sind. Die beiden Seitenluken
sind für je zwei Reihen und die Mittelluken für fünf
Reihen Container ausgelegt. Insgesamt können in den offenen
Mittelluken zwölf Lagen Container gefahren werden, wobei die
sechste Lage auf gelenkig gelagerten Stoppern abgestellt wird, nachdem
fünf Lagen 40 ft- oder zweimal 20 ft-Container in den 40 ft-Containerstaugerüsten
der Laderäume gestaut worden sind. Die Containerstaugerüste
sind in den offenen Luken bis ca. 5 m über Hauptdeck ausgeführt,
so dass die unteren Containerecken der achten Containerlage noch
sicher in den Staugerüsten stehen.
Die Containerführungen sind an zweistöckigen Laschbrücken
befestigt. Die über die Containerführungen hinaus freistehenden
Container können durch eine Doppelkreuzlaschung von den Laschbrücken
gesichert und gezurrt werden. Spannschrauben und Laschstangen werden
an den Laschbrücken in der oberen Ebene gehaltert und gestaut.
Der Doppelboden der Schiffe ist in den Seiten- und Mittelluken
für je 200 t Stellplatzgewicht bei den 40 ft-Containern und
150 t bei den 20 ft-Containern ausgebildet. Um die maximale Gewichtsauslastung
bei den 20 ft-Containern nutzen zu können, werden die infolge
der Rollbewegung des Schiffes auftretenden Kräfte über
ein Drucksystem auf die an den Seitenlängsschotten angeordneten
Druckschienen in die Schiffsstruktur eingeleitet.
Auf den mit Faltdeckeln vorgesehenen Seitenluken BB und Stb. können
je 100 t für 40 ft- und je 70 t für 20 ft pro Stellplatz
gefahren werden. Für "high cube" 40 ft-Container
sind maximale Gewichte von 35 t mit einer Breite von 2500 mm vorgesehen.
Die max. auf die Stopper wirkenden Reaktionskräfte, die sich
aus den sieben Lagen 40 ft-Container im ungünstigsten Belastungsfall
infolge der Seegangsbewegungen ergeben können, betragen rund
100 t.
Diese Stoppereinheiten ruhen auf Konsolen, die wiederum an einer
selbsttragenden Führungseinheit gekoppelt sind. Diese Führungseinheit
besteht aus Winkelprofilen, die mit einem Kastenträger verbunden
sind, so dass alle auftretenden Kräfte und Momente nur vom
Hauptdeck und dem darunter liegenden Deck aufgenommen werden.
Um die verhältnismäßig schweren Stopper einfach
und sicher bedienen zu können, sind Zugfedern aus rostfreiem
Stahl so angebracht, dass mit minimalem Kraftaufwand die Stopper
in die Lade- bzw. Stauposition gebracht werden können. Die
Bedienung erfolgt mittels einfacher Actuator Poles entweder vom
Hauptdeck oder von der Laschbrücke. Die Stopper sind in der
aufrechten Stauposition durch Fallhaken gesichert.
In allen offenen Luken, in den festen Staugerüsten an Deck
vor dem Aufbau, auf den Lukendeckeln und je drei Lagen oberhalb
der Stopper in den offenen Luken können Kühlcontainer
gefahren werden. Dafür sind entsprechende Anschlüsse vorhanden.
Von den breiteren Laschbrücken - zwischen Bay 08 und 12, Bay
16 und 20 sowie Bay 24 und 28 - können die Kühlcontainer
kontrolliert und gewartet werden. Dementsprechend sind hier Steckgeländer
installiert.
Vor dem auf dem Hinterschiff angeordneten Aufbau stehen auf dem
Hauptdeck drei feste Containerstaugerüste über die volle
Schiffsbreite, um einmal 40 ft- oder zweimal 20 ft-Container - Bay
34 bzw. Bay 33/35 - und einmal 20 ft-Container - Bay 31 - aufstellen
zu können. Von den maximal neun Containerlagen sind insgesamt
sechs Lagen in den Containerstaugerüsten geführt, d.h.,
die unteren Containerecken der sechsten Lage befinden sich noch
in den Staugerüsten.
Die Auslegung der 40 ft-Staugerüste erfolgte für eine
maximale Belastung von 200 t auf Basis der 40 ft-Container oder
zweimal 80 t auf Basis von 20 ft-Containern. Das davor stehende
20 ft-Staugerüst ist für maximale Stackgewichte von 170
t dimensioniert worden.
Insgesamt sind pro Schiff an Sicherungssystemen ca. 480 t Stahl
von der Wader-MEC GmbH eingebaut und geliefert worden.
Sämtliche Auslegungen und konstruktiven Details sind nach
den Vorschriften des Germanischen Lloyds vorgenommen worden. Auch
die Abnahmen und Stellproben erfolgten unter Aufsicht des Germanischen
Lloyds. |